Alexander Wilhelm Gottschalg (* 12. Februar 1827 in Mechelroda; † 31. Mai 1908) war ein thüringischer Kantor, Organist und Komponist

A. W. Gottschalg, Ölgemälde von F. Gottschalg, 1895 (Ausschnitt)

A. W. Gottschalg, Ölgemälde von F. Gottschalg, 1895 (Ausschnitt)

Alexander Wilhelm Gottschalg (* 12. Februar 1827 in Mechelroda; † 31. Mai 1908) war ein thüringischer Kantor, Organist und Komponist. Er wurde von dem Komponisten Franz Liszt besonders geschätzt.

Gottschalg studierte am Lehrerseminar in Weimar bei Johann Gottlob Töpfer, später erhielt er Unterricht von dem Weimarer Hofkapellmeister André Hippolyte Chélard und schließlich von Franz Liszt. Von 1847 bis 1870 war er Kantor in Tiefurt, anschließend Hoforganist in Weimar, dort seinerseits Seminarlehrer und Großherzoglicher Orgelrevisor. Außerdem unterrichtete er von 1874 bis 1903 an der späteren Hochschule für Musik Franz Liszt. Seine und Liszts Hoffnung, er werde Töpfers Nachfolger als Organist an der Weimarer Stadtkirche, erfüllte sich nicht.

Franz Liszt 1811 - 1886.

Franz Liszt 1811 - 1886.

Franz Liszt hörte ihn zum ersten Mal, als er bei einem Spaziergang an der Tiefurter Kirche vorbeikam, in der Gottschalg gerade Orgel übte. Aus dieser zufälligen Begegnung erwuchs eine freundschaftliche Zusammenarbeit, die in Liszts Aussage gipfelte:

Wenn ich einmal selbst zur Legende geworden bin, wird Gottschalg mit mir fortleben.

Diese Bemerkung trug Gottschalg den scherzhaften Titel „legendarischer Kantor“ ein. Liszt zog ihn bei seinen Orgelkompositionen stets zu Rate. Auch die sogenannten „Orgelconferenzen“, die an der Orgel in Denstedt stattfanden, gehen auf die gemeinsame Initiative von Gottschalg und Liszt zurück. Da er Liszt auch bei der Herausgabe von Kompositionen half, nannte dieser Gottschalg einmal seinen „Fahnen- und Fackelträger“. Drei Werke Franz Liszts sind ihm gewidmet, aber auch die Komponisten Joseph Gabriel Rheinberger und Max Reger überschrieben ihm Werke.

http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Wilhelm_Gottschalg

Die Musiker verband eine über 30jährige Zusammenarbeit.
Nach dem Tode Töpfers wurde Gottschalg 1870 als dessen Nachfolger ans Lehrerseminar berufen. Im gleichen Jahr erfolgte seine Ernennung zum Hoforganisten und Orgelrevisor. An der Großherzoglichen Orchesterschule wirkte er ab 1881 als Sekretär und Bibliothekar.
Von 1865 bis 1908 war Gottschalg Redakteur der Musikzeitschrift „Urania“. Er gilt als Entdecker des jungen Max Reger, der ihm seine 1. Orgelsonate fis-Moll widmete.

Unterschrift Gottschalgs

5 Publikationen

  1. [Orpheus / Arr.]
    Liszt, Franz
  2. [Präludien und Fugen, Kl BWV 898 / Arr.] Präludium und Fuge über B-A-C-H
    Bach, Johann Sebastian. – Sankt Augustin : Josef Butz, 2003
  3. [Lieder ohne Worte / Ausw. Arr.] Lieder ohne Worte
    Mendelssohn Bartholdy, Felix. – Sankt Augustin : Josef Butz, 2001
  4. [Tristan und Isolde <Einleitung 1. Aufzug> / Arr.]
    Wagner, Richard
  5. [Ave Maria R 496b / Arr.]
    Liszt, Franz
Author: genealogyname on 13. Februar 2011
Category: 1800-1900 Gottschalg
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