GOTTSCHALG ALEXANDER WILHELM 1827 WEIMAR

Gottschalg, Alexander Wilhelm (* 12. Februar 1827 in Mechelroda; 31. Mai 1908),
[23.01.2009] Franz Liszts “legendarischer Kantor”
Als Liszts wichtigste Bezugsperson in Fragen der Orgelkomposition und des Or- gelspiels ist Alexander Wilhelm Gottschalg (1827-1908) zu bezeichnen, dessen 100. Todestag in Weimar und im Weimarer Land mit einerAusstellung im Stadtmuseum (12. April-1.Juni)sowie zahlreichen Konzerten und Vorträgen begangen wird.

Er starb am 29. Mai 1908.
Franz Liszt nannte ihn seinen “legendarischen Kantor” und bekannte: “Wenn ich einmal selbst zur Legende geworden bin, wird Gottschalg mit mir fortleben.” Er widmete dem Freund drei Orgelwerke!

1827 in Mechelroda geboren,
besuchte Gottschalg von 1842 bis 1847 das Weimarer Lehrerseminar, in dem er besonders vom Stadtorganisten Prof. Johann Gottlob Töpfer gefördert wurde.
Von 1847 bis 1870 war er als Kantor und Lehrer in Tiefurt tätig. Nach dem Tode Töpfers wurde Gottschalg 1870 als dessen Nachfolger ans Lehrerseminar berufen. Im gleichen Jahr übertrug ihm Großherzog Karl Alexander das Amt des Hoforganisten. Außerdem wurde er zum Orgelrevisor ernannt. Als 1872 die Großherzogliche Orchesterschule gegründet wurde, gehörte er zum Lehrerkollegium. Ab 1881 wirkte er hier als Sekretär, Bibliothekar und Lehrer für Musikgeschichte . Von 1865 bis zu seinem Tode war Gottschalg Redakteur der “Urania”, einer “Musik-Zeitschrift für Orgelbau, Orgel-und Harmoniumspiel”. Ergiltals Entdecker des jungen Max Reger, der ihm seine 1. Orgel- sonatefis-Mollwidmete. Josef Rheinberger dedizierte dem Hoforganisten seine 12. Orgelsonate Des-Dur.

Michael von Hintze

Wikipedia Eintrag

Alexander Wilhelm Gottschalg

Alexander Wilhelm Gottschalg (* 12. Februar 1827 in Mechelroda; 31. Mai 1908), war ein thüringischer Kantor, Organist und Komponist. Er wurde von dem Komponisten Franz Liszt besonders geschätzt.

Leben

Gottschalg studierte am Lehrerseminar in Weimar bei Johann Gottlob Töpfer, später erhielt er Unterricht von dem Weimarer Hofkapellmeister André Hippolyte Chélard und schließlich von Franz Liszt. Von 1847 bis 1870 war er Kantor in Tiefurt, anschließend Hoforganist in Weimar, dort seinerseits Seminarlehrer und Großherzoglicher Orgelrevisor. Außerdem unterrichtete er von 1874 bis 1903 an der späteren Hochschule für Musik Franz Liszt. Seine und Liszts Hoffnung, er werde Töpfers Nachfolger als Organist an der Weimarer Stadtkirche, erfüllte sich nicht.

Verbindung zu Franz Liszt

Franz Liszt hörte ihn zum ersten Mal, als er bei einem Spaziergang an der Tiefurter Kirche vorbeikam, in der Gottschalg gerade Orgel übte. Aus dieser zufälligen Begegnung erwuchs eine freundschaftliche Zusammenarbeit, die in Liszts Aussage gipfelte:

Wenn ich einmal selbst zur Legende geworden bin, wird Gottschalg mit mir fortleben.

Diese Bemerkung trug Gottschalg den scherzhaften Titel „legendarischer Kantor” ein. Liszt zog ihn bei seinen Orgelkompositionen stets zu Rate. Auch die sogenannten „Orgelconferenzen”, die an der Orgel in Denstedt stattfanden, gehen auf die gemeinsame Initiative von Gottschalg und Liszt zurück. Da er Liszt auch bei der Herausgabe von Kompositionen half, nannte dieser Gottschalg einmal seinen „Fahnen- und Fackelträger”. Drei Werke Franz Liszts sind ihm gewidmet, aber auch die Komponisten Joseph Gabriel Rheinberger und Max Reger überschrieben ihm Werke.

Author: genealogyname on 6. Februar 2011
Category: 1800-1900 Gottschalg
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