Gottschalk Zelion-Brandis – um 1425 -1500 – Sälzeroberst und Werler Bürgermeister
heiratet 1452 zur Frau Adelheid v. Fresendorp, Tochter des Ritterbürtigen Rotger und seiner Frau Gisela v. Eickel. Sein Sohn Gerd wurde Richter zu Werl und heiratete vor 1495 Gertrud v. Papen, Tochter Wilhelms und einer v. Medebecke genannt Keyge.
die geschichtlichen Überlieferungen lauten:
Das gleichzeitige Auftreten des Johann v. Hövel zu Sölde mit den v. Aldenbockum und v. Thulen zeigt doch, daß diese Linie der v. Hövel dem betreffenden Ast der Torck sehr nahe gestanden haben muß. Auffallend ist ferner, daß in der Urkunde von 1560 aus dem Clarenberger Archiv auch ein Wilhelm Brandis als Zeuge vorkommt.
Mit vollem Namen müßte er Wilhelm Zelion-Brandis heißen. Zweifellos gehört er dem gleichnamigen Werler Erbsälzergeschlecht an, das gegen Ende des 15. Jahrhunderts von der Familie Brant oder Brandis Vermögen und Namen erbte. Die Zelion-Brandis waren mit der Erbsälzerfamilie Türke verwandt.
Der Sälzeroberst und Werler Bürgermeister Gottschalk Zelion-Brandis nahm 1452 zur Frau Adelheid v. Fresendorp, Tochter des Ritterbürtigen Rotger und seiner Frau Gisela v. Eickel. Sein Sohn Gerd wurde Richter zu Werl und heiratete vor 1495 Gertrud v. Papen, Tochter Wilhelms und einer v. Medebecke genannt Keyge.
Gerd Brandis’ Schwager war der oben erwähnte Jaspar v. Papen, der sich zunächst um 1505 mit Anna v. Dael vermählte und schließlich 1528 mit Anna v. Meyburg, die eine Tochter des oben erwähnten Soester Richters Bertram gewesen sein könnte. Wilhelm v. Papen, Jaspars Bruder, heiratete Ursula Blesse, Tochter des Johann Blesse und der Geudeken Bitter aus Attendorn.
Als 1485 der Werler Bürger Merten Deylinckhoff und dessen Ehefrau Beleke vor dem Gericht Werl über eine Memorienstiftung in der Neuenrader Kirche urkundeten, war Gottschalk Zelion-Brandis Standgenosse des Gerichtes.20 1621 findet sich ein Fresendorp (Fresendorf) v. Hövel zu Sölde.
Das deutet also wohl auf eine Verwandtschaft Fresendorp-Hövel-Torck und zugleich Fresendorp-Brandis-Türcke.
Gegen 1500 heiratete die ritterbürtige Maria v. der Heese Caspar Zelion-Brandis und 1570 Caspar v. d. Heese zu Nordlünern Walburg Zelion-Brandis, Tochter von Michael und Barbara Bock. Vielleicht ist diese Maria v. der Heese identisch mit jener, die sich 1530 mit Hans v. Hatzfeld vermählte. Zur Begründung ließe sich anführen, daß im Juli 1551 Wilhelm Brandis eine Urkunde mitbesiegelte, mit der über einen Streit zwischen Hermann v. Hatzfeld und seinen Brüdern, Herren zu Wildenburg, mit Hans und Thomas Bleffken v. Bonzel (Bonslade) wegen einiger Erbgüter daselbst entschieden wurde.

