entstammt einen sehr alten Adelgeschlecht derer von Haunsberg, auch ist zu ekennen das dieser Name als Vorname benutzt wurde.
Aus dem Mittelalter sind rund 170 Visionsschriften bekannt, die Jenseitsreisen von Menschen schildern. Der Visionär verfällt meist in Ekstase oder Schlaf, seine Seele verlässt den Körper, der wie tot zurückbleibt. Solche Berichte fanden im 12. Jahrhundert einen ausgesprochenen Höhepunkt und gehörten zur erbaulichen Literatur des Mittelalters.(1)
Zwei der Visionstexte kommen aus dem holsteinischen Kernland. Sie schildern die Visionserlebnisse eines Bauern. Die erste Visionsschrift wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit von Sido oder zumindest unter seiner Aufsicht verfasst. Er war von 1177 bis 1204 Probst des Augustiner-Chorherrenstifts von Neumünster.(2) Den zweiten Text hat vermutlich ein Pfarrer aus Nortorf geschrieben. Wahrscheinlich ein mit Sido befreundeter Kollege des Archidiakonats Hamburg. More…
Gottschalk II. von Haunsberg ca. 1150 ? – 1215 ?
entstammt einem alten, wohlmöglich nur über vier Generationen bestehenden Adelsgeschlecht, in der Zeit um 1100 bis 1215. Wegen Familienzwistigkeiten und keinerlei Nachkommen.
Ein Auszug der Geschichte finden Sie hier unten.
Die Edelfreien von Haunsberg haben den Namen des Berges angenommen, auf dem sie ihre namengebende Stammburg errichteten, der auf den Namen Hunos, des Hühnen, hindeutet und bis in die Awarenzeit zurückreicht. Als Passauer Vögte auf stetigen Ausbau ihrer Macht bedacht, nehmen die Haunsberger mit Friedrich I., dem ersten bekannten Vetreter seines Geschlechts, einen ungeheuren Aufschwung, als dieser das Burggrafenamt auf der Festung Hohensalzburg übernimmt, und bauen von da an durch geschickte Heiratspolitik expansiv ihre Macht aus. Über vier Generationen hinweg, von etwa 1100 bis 1215, bestimmen nun die Haunsberger in mehreren Familienzweigen die Geschicke des Mattiggaus und die ihrer zweiten großen Herrschaft im oberösterreichischen Mühlviertel, die bis nach Linz reicht. Der Sage nach endet das Geschlecht auf tragische Weise durch Inzest und Brudermord.
Gottschalk von Siloë † 9. Februar 1184
Gedenktag katholisch: 9. Februar
Name bedeutet: der Gottesknecht (althochdt.)
erster Abt in Siloë/Zeliv
† 9. Februar 1184
Gottschalk war Prämonstratensermönch in Prag. 1149 ging er mit Gefährten nach Siloë/Zeliv, um dort das Stift zu übernehmen, das bislang von Benediktinern geführt wurde. Er wurde dort der erste Abt.
Hatte in der Hölle die schlimmsten Qualen zu erleiden, da er die Gebeine des heiligen Martin geraubt und für 16 Mark einem Bischof zum Verkauf angeboten hatte.
Der Folterbericht ist hier so übeliefert und wurde niedergeschrieben:
* Unter allen jedoch, die sich beim Feuer fanden, hatte einer, Gottschalk, ein Sohn Dasos des Älteren (Daso de Ennigge), von dem die Dasoniden ihren Familiennamen angenommen haben (Godeschalcus Dasonis senioris filius, a quo Dasonida cognomen acceperunt), vor den Übrigen die allerschlimmsten Strafen zu erleiden. Er war nämlich – nur das Gesicht ausgenommen – in einen Glaskolben gesperrt worden und konnte keines seiner Glieder bewegen. Wie er derart in der engen Röhre steckte, warfen ihn drei von den Folterknechten in die eine der Ecken des Feuers, sie griffen sich mit den übrigen sechs Folterknechten neun riesige Blasebälge und setzten sie auf den beiden jenes Winkels in Betrieb und mit aller Kraft fachten sie, einander noch aufmunternd, das Feuer immer wieder an … .
Gottschalk Abt um 1138
[18.11.2005] Klostervorsteher des Kloster Trumau
Die Gründung von Trumau fällt in das Hochmittelalter. Der Babenberger Leopold IV. trachtete, das von seinem Vater Leopold III. (dem Heiligen) gegründete Stift Heiligenkreuz lebensfähig zu machen. Aus diesem Grunde hat er es mit verschiedenen Gütern ausgestattet.
Trumau gehörte dazu. Der damals dem Kloster vorstehende Abt Gottschalk ließ sich 1138 diese Schenkung mit feierlichem Eide bekräftigen. Die Schwurhand im Trumauer Marktwappen weist auf dieses bedeutende Ereignis hin, das am Beginn der jahrhundertelangen Verbundenheit des genannten Stiftes mit Trumau stand.