Gottschalk Zelion-Brandis - um 1425 -1500 - Sälzeroberst und Werler Bürgermeister
[04.05.2008] heiratet 1452 zur Frau Adelheid v. Fresendorp, Tochter des
Ritterbürtigen Rotger und seiner Frau Gisela v. Eickel. Sein Sohn Gerd
wurde Richter zu Werl und heiratete vor 1495 Gertrud v. Papen, Tochter
Wilhelms und einer v. Medebecke genannt Keyge. die geschichtlichen Überlieferungen lauten:
Das gleichzeitige Auftreten des Johann v. Hövel zu Sölde mit den v.
Aldenbockum und v. Thulen zeigt doch, daß diese Linie der v. Hövel dem
betreffenden Ast der Torck sehr nahe gestanden haben muß. Auffallend
ist ferner, daß in der Urkunde von 1560 aus dem Clarenberger Archiv
auch ein Wilhelm Brandis als Zeuge vorkommt.
Mit vollem Namen müßte er Wilhelm Zelion-Brandis heißen. Zweifellos
gehört er dem gleichnamigen Werler Erbsälzergeschlecht an, das gegen
Ende des 15. Jahrhunderts von der Familie Brant oder Brandis Vermögen
und Namen erbte. Die Zelion-Brandis waren mit der Erbsälzerfamilie
Türke verwandt. Der Sälzeroberst und Werler Bürgermeister
Gottschalk Zelion-Brandis nahm 1452 zur Frau Adelheid v. Fresendorp,
Tochter des Ritterbürtigen Rotger und seiner Frau Gisela v. Eickel.
Sein Sohn Gerd wurde Richter zu Werl und heiratete vor 1495 Gertrud v.
Papen, Tochter Wilhelms und einer v. Medebecke genannt Keyge.
Gerd Brandis' Schwager war der oben erwähnte Jaspar v. Papen, der sich
zunächst um 1505 mit Anna v. Dael vermählte und schließlich 1528 mit
Anna v. Meyburg, die eine Tochter des oben erwähnten Soester Richters
Bertram gewesen sein könnte. Wilhelm v. Papen, Jaspars Bruder,
heiratete Ursula Blesse, Tochter des Johann Blesse und der Geudeken
Bitter aus Attendorn. Als 1485 der Werler Bürger Merten
Deylinckhoff und dessen Ehefrau Beleke vor dem Gericht Werl über eine
Memorienstiftung in der Neuenrader Kirche urkundeten, war Gottschalk
Zelion-Brandis Standgenosse des Gerichtes.20 1621 findet sich ein
Fresendorp (Fresendorf) v. Hövel zu Sölde. Das deutet also wohl auf eine Verwandtschaft Fresendorp-Hövel-Torck und zugleich Fresendorp-Brandis-Türcke.
Gegen 1500 heiratete die ritterbürtige Maria v. der Heese Caspar
Zelion-Brandis und 1570 Caspar v. d. Heese zu Nordlünern Walburg
Zelion-Brandis, Tochter von Michael und Barbara Bock. Vielleicht ist
diese Maria v. der Heese identisch mit jener, die sich 1530 mit Hans v.
Hatzfeld vermählte. Zur Begründung ließe sich anführen, daß im Juli
1551 Wilhelm Brandis eine Urkunde mitbesiegelte, mit der über einen
Streit zwischen Hermann v. Hatzfeld und seinen Brüdern, Herren zu
Wildenburg, mit Hans und Thomas Bleffken v. Bonzel (Bonslade) wegen
einiger Erbgüter daselbst entschieden wurde.
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