Gottschalk von Buchenau 1508
[17.12.2007] In Erwähnung mit dem Bau des gewaltigen Bergfrieds im Innenhof der Stammburg Das Spiegel-Schlos, der Anfang des 19. Jh. wieder abgerissen wurde. Mehr Info hierzu http://www.buchenau.info/Historie/Das_Spiegel-Schloss/das_spiegel-schloss.html
Der Name Buchenau leitet sich mit höchster Wahrscheinlichkeit ab von “Buchenawe” d.h. Buchen - Au.
In
einer Urkunde König Ottos I. aus dem Jahre 948 werden dem Kloster
Hersfeld Besitzungen zugeteilt. Hier taucht auch der Name “Buochon”
auf. Dies könnte die erste Erwähnung Buchenaus sein.
Der Name “Buchenau” erscheint im Jahre 1217 als Sitz des gleichnamigen Adelsgeschlechtes (Uradel). In
vielen Urkunden, die in der damaligen Zeit in der Regel von mehreren
adligen Rittern unterzeichnet werden mussten, treten Buchenauer als
Unterzeichner auf, sowohl in Hessen als auch in Thüringen und Franken.
Auch
stellte der Buchenauer Adel zwei Hersfelder und einen Fuldaer Abt.
Dabei hat die Berufung des Hermann von Buchenau zum Fuldaer Fürstabt
große Bedeutung, war doch der Abt von Fulda gleichzeitig Erzkanzler des
Kaisers und Primas aller Äbte Ger- maniens und Galliens.
Es wäre
müßig, alle Adeligen von Buchenau und deren ehemalige Besitztümer
aufzuzählen, da sich der Buchenauer Adel in viele Stämme zerteilte und
so auch auf fast allen Burgen der Umgebung zu finden war (Fürsteneck,
Friedewald, Roten- burg (Fulda), Landeck, Wildeck, Bieberstein, Vacha,
Gerstungen, Brandenfels, Wasungen, Haselstein etc.). Besitzmäßige
Verbindungen reichten bis Thüringen und Franken.
Wann und woher
das Geschlecht derer von Buchenau ehemals kam, ist unbekannt. Umso mehr
ist aber über die Taten, besonders einiger hervorragender
Familienmitglieder berichtet. Sowohl politisch einflussreich als auch
jederzeit bereit einem Kampf nicht aus dem Wege zu gehen, waren die
Buchenauer Ritter stets auf Mehrung ihrer Besitztümer aus. Dabei
profitierten sie besonders von ihrer Lage zwischen den rivalisierenden
Nachbarklöstern Fulda und Hersfeld. Manche Historiker nennen Reginbodo
und Sigebodo (1062) als die ersten derer von Buchenau, die
geschichtlich erwähnt werden. Andere Historiker wiederum berichten,
Berthold von Buchenau (1217) (Bertheg von Buchenowe) sei der erste
urkund-
lich genannte Ritter. Dieser hatte vom Hersfelder
Fürstabt das Holzförsteramt übertragen bekommen. Hieraus soll er stolze
33% des Holzerlöses erhalten haben. Einer seiner Söhne, Erkenbert, war
im 13. Jahrh. Vogt von Buchenau. Im 14. Jahrh. tritt die Familie nicht
nur als eine der begütertsten, sondern auch der mächtigsten und
kriegerischsten sowohl des Buchenlandes als auch Hessens, Thüringens
und Frankens in Erscheinung. Streit und Zwistigkeiten wegen der
Zuständigkeit der Gerichtsbarkeit, Familienstreit bei der Erbteilung
und Fehden wegen Ländereienraubungen, Plünderungen und Brandschatzungen
waren bei den Buchenauern an der Tagesordnung. So hielt das
Vetterngespann Eberhard (mit dem Beinamen “Die Gans”) und Gottschalk um
1400 das Land zwischen Kassel und Würzburg in Atem.
Wie groß das
Geschlecht war, kann man daran erkennen, dass am Reichstag von Hersfeld
(1402), den Ruprecht von der Pfalz dort abhielt, auch 13 Ritter und
Knappen von Buchenau teilnahmen.
Im Sommer 1468 wurden insgesamt
14 Fehdebriefe gegen die Ritter von Buchenau abgegeben. Daraus
resultierte dann im Herbst eine Belagerung der Burg durch 4000 Mann. Im
Bruderkrieg zwischen Ludwig II. von Niederhessen u. Heinrich III. von
Oberhessen standen die Buchenauer auf Seiten Ludwigs II. Wie wehrhaft,
wie stark die Burg befestigt war, ist daraus ersichtlich, dass diese
massive Belagerung erfolgreich abgewehrt werden konnte.
Mehr Info www.buchenau.info/Historie/historie.html
239 Seitenaufrufe
|
|