Sie sind hier: Geschichte Adlige und geadelte nach dem Stammnamen Gottschalk II. von Haunsberg 1150  
 ADLIGE UND GEADELTE NACH DEM STAMMNAMEN
Gottschalk von Orbais 803
Gottschalk König der Wenden1066
Gottschalk II. von Haunsberg 1150
Gottschalk von Ratzeburg Bischof 1200
Gottschalk von Buchenau 1400
 GESCHICHTE
Zuordnung
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Adlige und geadelte nach dem Stammnamen
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Was die Nachnahmen veraten
Wappen

GOTTSCHALK II. VON HAUNSBERG CA. 1150
 

Gottschalk II. von Haunsberg ca. 1150 ? - 1215 ?
entstammt einem alten, wohlmöglich nur über vier Generationen bestehenden Adelsgeschlecht, in der Zeit um 1100 bis 1215. Wegen Familienzwistigkeiten und keinerlei Nachkommen.
Ein Auszug der Geschichte finden Sie hier unten.

Die Edelfreien von Haunsberg haben den Namen des Berges angenommen, auf dem sie ihre namengebende Stammburg errichteten, der auf den Namen Hunos, des Hühnen, hindeutet und bis in die Awarenzeit zurückreicht. Als Passauer Vögte auf stetigen Ausbau ihrer Macht bedacht, nehmen die Haunsberger mit Friedrich I., dem ersten bekannten Vetreter seines Geschlechts, einen ungeheuren Aufschwung, als dieser das Burggrafenamt auf der Festung Hohensalzburg übernimmt, und bauen von da an durch geschickte Heiratspolitik expansiv ihre Macht aus. Über vier Generationen hinweg, von etwa 1100 bis 1215, bestimmen nun die Haunsberger in mehreren Familienzweigen die Geschicke des Mattiggaus und die ihrer zweiten großen Herrschaft im oberösterreichischen Mühlviertel, die bis nach Linz reicht. Der Sage nach endet das Geschlecht auf tragische Weise durch Inzest und Brudermord.
Das dramatische Geschehen hat König Ludwig von Bayern in romantische Worte gefaßt:



Lang in dieses Schlosses Mitte
Hohen Mutes ungeschwächt,
Treu der alten biedern Sitte
War ein ritterlich Geschlecht;
Lebte froh und lebte bieder,
Bis von Habsucht arg gefaßt,
Die zwei letzten, welche Brüder,
Mordbegierig sich gehaßt.



Aus dem Streit geht Gottschalk II. als Sieger hervor. Er ist der letzte Vertreter seines Geschlechtes und starb kinderlos, der Sage nach wegen seiner sträflichen Neigung zur eigenen Schwester. Am 6. Juli 1211 verkaufte Gottschalk die Burg zu St. Pankraz mitsamt den Burgmannen und den ritterlichen Eigenleuten um 100 Pfund an den Salzburger Erzbischof Eberhard II. Jedoch hat sich der Haunsberger das lebenslange Wohn- und Nutzungsrecht und die Bestimmung des Burggrafen ausdrücklich vorbehalten. Bis zu ihrem Abbruch errinnerte die einst zinnen- und wappengekrönte Burgruine Haunsberg an die entschwundene Zeit des einstigen alten Stammsitzes der Haunsberger. Doch das Geschlecht war längst ausgestorben, seine Wappenschilder waren zerbrochen und mit Gottschalk II. war der letzte Haunsberger ins Grab gelegt worden, als die Sage sich bildete, auf welcher fußend zu Weitwörth der liebestrunkene König jene Worte niederschrieb.

Quelle
www.manfredhiebl.de/Burgen/burgen.htm
Den Stammbaum finden Sie hier