Sie sind hier: Geschichte Adlige und geadelte nach dem Stammnamen Gottschalk von Ratzeburg Bischof 1200  
 ADLIGE UND GEADELTE NACH DEM STAMMNAMEN
Gottschalk von Orbais 803
Gottschalk König der Wenden1066
Gottschalk II. von Haunsberg 1150
Gottschalk von Ratzeburg Bischof 1200
Gottschalk von Buchenau 1400
 GESCHICHTE
Zuordnung
Mittelalterische Schreibweisen
Adlige und geadelte nach dem Stammnamen
Sonstige geschichtliche Hinweise
Was die Nachnahmen veraten
Wappen

GOTTSCHALK VON RATZEBURG BISCHOF 1200
 

Gottschalk von Ratzeburg, Bischof, ca. 1200
Erwähnung in folgendem Zusammenhang:
Das Geschlecht der Knut oder Kanut ist zuerst im Ratzeburgischen nachweisbar. Noch vor 1230 war zusammen mit Segebodo v. Holdorf ein Ritter Heinrich Knut Zeuge bei dem Vertrage zwischen Bischof Gottschalk von Ratzeburg und den Dannenberger Grafen über das Land Wanninke 51). Hermann Knut befand sich 1240 im Gefolge des Fürsten Pribislav von Parchim und ebenfalls am 7. IV. 1244, als der Fürst der Stadt Plau das Dorf Slapzow zur Stadtfeldmark verlieh 52).

Wo das Lehen dieses Geschlechts im Parchimer oder Plauer Lande lag, ist nicht überliefert. Als Fürst Pribislav in die Verbannung nach Wollin ging, hat die Familie sich geteilt. Ein Zweig folgte dem alten Lehensherrn nach Pommern; denn als 1289 Pribislavs Sohn, Pribislav von Daber und Belgard, dem Kloster Bukow 200 Hufen im Lande Belgard übertrug, befand sich als Zeuge unter seinen Gefolgsleuten auch ein Cristoforus Cnuth 53). Ein domicellus Knuth, dessen Rufname aber nicht angegeben ist, erscheint 1292 in der Zeugenliste einer Urkunde.

Quelle
Über die Besiedelung des Landes Parchim durch die deutsche Ritterschaft 1226-1256
von Wilhelm Biereye



Bischofs Gottschalk - Erwähnung um 1230 in Verbindung mit den Dörferf Belendorpe (Behlendorf) und Minus Belendorpe (Klein Behlendorf)
Geschichtliche Hinweise zu den Gemeinden der beiden Dörfer Belendorpe (Behlendorf) und Minus Belendorpe (Klein Behlendorf) aus dieser Zeit konnten wir folgende Info von den Webseiten entnehmen.

Gemeinde Behlendorf

In einer Urkunde des Bischofs Isfried von Ratzeburg wurden 1194 die Dörfer Belendorpe (Behlendorf) und Minus Belendorpe (Klein Behlendorf) genannt. Beide Dörfer sind auch noch 1230 im Zehntregister des Bischofs Gottschalk verzeichnet. Klein Behlendorf wurde später nicht mehr erwähnt. Die Lage dieser Siedlung in der Gemarkung ist nicht bekannt.

Herzog Erich I. von Sachsen-Lauenburg verpfändete 1323 seinen Besitz in Behlendorf und die Hollenbeker Mühle an den Ritter Heinrich von Parkentin und an Detlev von Parkentin. Später besaßen die Adligen von Grönow Behlendorf. Volquin Grönow verkaufte unter Vorbehalt des Rückkaufrechts 1424 den Hof und das Dorf an die freie Reichsstadt Lübeck. Dadurch, daß die Stadt selbst als Käufer und künftiger Grundherr auftrat, wurden Behlendorf und Hollenbek 1444 aus dem hoheitlichen Verband des Herzogtums herausgelöst. Behlendorf bildete mit den Dörfern Albsfelde, Giesensdorf, Harmsdorf und Hollenbek ein lübsches Amt, später auch ein Standesamt.

Erst 1937 wurde Behlendorf durch das Groß-Hamburg-Gesetz dem Kreis Herzogtum Lauenburg zugeteilt. Das ebenfalls 1937 aus Lübeck ausgegliederte Hollenbek wurde am 1.10.1938 nach Berkenthin eingemeindet und 1954 ein Ortsteil der Gemeinde Behlendorf.

Der Behlendorfer Hof, 1772 abgebrannt, wurde südlich des Dorfes wieder aufgebaut. Er ist heute noch im Besitz des Heiligen-Geist-Hospitals Lübeck. Den Forst und den See besitzen die Stadt Lübeck. Nachdem die Außenbezirke lange Jahre von Ritzerau aus verwaltet wurden, gibt es seit einigen Jahren in Behlendorf wieder eine Stadtrevierförsterei, von der aus die ländlichen Forstbezirke der Hansestadt Lübeck betreut werden. Die Kirchengemeinde Behlendorf gehört seit 1444 ununterbrochen zur lübschen Kirche. Trotzdem haben die Adligen von Parkentin bis 1590 das Patronat ausgeübt. Die Kirche wurde um 1250 erbaut. Der Turm ist jedoch erst vor gut 100 Jahren für den bis dahin neben der Kirche stehenden Holzturm errichtet worden. Bekannt und sehenswert sind die vielen Wappenfenster Lübecker Ratsherren. Die auf dem Friedhof stehende Eiche soll das gleiche Alter haben wie die Kirche.




 

Zehntregister