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GOTTSCHALK SLAWENFÜRST-WENDENKÖNIG1066 |
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Gottschalk, Slawenfürst oder auch als König der Wenden und Obotriten benannt von ... - 1066 Gottschalk, König der Wenden und Obotriten legte den ersten Grundstein der Stadt Rostock an der Ostsee. Geschichtliche Erwähnungen in Zusammenhang mit der Geschichte Mecklenburgs. im Verlauf der Schlacht bei Lenzen fand der christliche Slawenfürst Gottschalk den Tod: Die Christianisierung des Landes dauerte mehrere Jahrhunderte. Der aus Frankreich stammende Mönch und Bischof Ansgar steht den christlichen Wurzeln dieses Gebietes am nächsten.
Er war Erzbischof von Hamburg-Bremen in den Tagen Karls des Großen. In seinem Bistum gab es nur vier Taufkirchen, es harrte noch der Aussaat. Auch die ferneren Völker, die Jüten und Schweden und die Ostseeslawen waren ihm anvertraut Mit der Mission bei den Obotriten hatte er keinen Erfolg, er arbeitete für die Voranfänge. Seine Bemühungen wurden nach fast 200 Jahren durch den christlichen Slawenfürsten Gottschalk fortgesetzt, der seine Erziehung im Michaeliskloster zu Lüneburg erhalten hatte.
Nach blutigen Sippenfehden schloß er sich als Wiking, als landsuchender Seebewohner, dem Dänenkönig Knut an, als dessen Schwiegersohn er um 1043 in das Land südlich der Ostsee zurückkehrte und die Stämme der Obotriten, der Wagrier und Polaben einte. Unter seinem Schutz wurden die Bistümer Ratzeburg und Mecklenburg gegründet. Im Jahre 1066 erhoben sich jedoch die Slawen gegen die Macht des Kaisers und den Einfluß seiner Vasallen, und im Verlauf der Schlacht bei Lenzen fand Gottschalk den Tod. Mit vielen anderen wurde auch Ansverus , der Abt des Benediktinerklosters St.Georg in Ratzeburg, getötet. Die christliche Saat schien erstickt zu sein.
Eine nachhaltige Christianisierung der slawischen Stämme erfolgte erst in der Mitte des 12.Jahrhunderts unter dem Schutz Heinrichs des Löwen des Dänenkönigs Waldemars I. und des Polenkönigs Boleslaw III. Im Westen Mecklenburgs war im 11.Jahrhundert das Herrschergeschlecht der Obotriten durch Lehnsverträge an das Herzogtum Sachsen gebunden. Der Obotritenfürst Niklot widerstand dem Kreuzzug, zu dem 1147 Bernhard von Clairvaux die sächsischen Bischöfe, Fürsten und alle
Gläubigen gegen die heidnischen Wenden aufgerufen hatten. Erst als 1151 Adolf von Holstein dem Slawenfürsten Niklot gegen wilzische Stämme half, trat jener der Christianisierung nicht mehr entgegen, die danach vor allem durch den Zisterziensermönch Berno eifrig betrieben wurde. Außer bei den Pruzzen ist wohl in keiner deutschen Region bei der Einführung des Christentums so viel Blut geflossen wie in Mecklenburg. In keinem deutschen Land hat die Kirche so viele Märtyrer aufzuweisen wie hier. Die ersten Chronisten Thietmar von Merseburg und Helmold von Bosau geben davon anschauliche Berichte, sparen aber auch nicht mit Kritik an der Macht- und Habgier der Sachsen. Auch der Dänenkönig Sven Astridson ist der Meinung, daß die Slawenvölker längst bekehrt worden wären, wenn nicht die Habsucht der Sachsen ein unüberwindliches Hindernis gebildet hätte, "denn diesen steht der Sinn mehr nach Steuern als nach Bekehrung der Heiden."
Helmold überliefert die Worte, die im Jahre 1142 Pribislaw, Fürst der Wagrier und Polaben, vor seiner Taufe an den Lübecker Bischof Gerold richtete: „Unsere Fürsten - die sächsischen Herzöge und Grafen - verfahren mit solcher Strenge gegen uns, daß wegen des großen Druckes der Abgaben und der Knechtschaft der Tod uns lieber ist als das Leben... Wie soll es uns dabei noch möglich sein, für diesen neuen Glauben Kirchen zu bauen? Quelle Spurensuche in Mecklenburg Innenansichten eines Landes von Renate Krüger Fotos von Rainer Cordes Herausgegeben vom Heinrich- Theissing Institut Schwerin
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Gottschalk - Mönch, ca.1050
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