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GOTTSCHALK DASO UM 1150 |
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Hatte in der Hölle die schlimmsten Qualen zu erleiden, da er die Gebeine des heiligen Martin geraubt und für 16 Mark einem Bischof zum Verkauf angeboten hatte. Der Folterbericht ist hier so übeliefert und wurde niedergeschrieben:
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Godeschalcus Dasonis senioris filius
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* Unter allen jedoch, die sich beim Feuer fanden, hatte einer, Gottschalk, ein Sohn Dasos des Älteren (Daso de Ennigge), von dem die Dasoniden ihren Familiennamen angenommen haben (Godeschalcus Dasonis senioris filius, a quo Dasonida cognomen acceperunt), vor den Übrigen die allerschlimmsten Strafen zu erleiden. Er war nämlich - nur das Gesicht ausgenommen - in einen Glaskolben gesperrt worden und konnte keines seiner Glieder bewegen. Wie er derart in der engen Röhre steckte, warfen ihn drei von den Folterknechten in die eine der Ecken des Feuers, sie griffen sich mit den übrigen sechs Folterknechten neun riesige Blasebälge und setzten sie auf den beiden jenes Winkels in Betrieb und mit aller Kraft fachten sie, einander noch aufmunternd, das Feuer immer wieder an ... .
Als unser (Bauer) Gottschalk die schlimmste Folterung seines Namensvetters mit ansah, fragte er den Engel, was der denn verbrochen habe, dass er derart leiden müsse und er erhielt zur Antwort, der Heilige Martin sei der Anlass für sein schlimmes Los, weil er ihn nämlich einmal in betrügerischer Absicht verkauft habe. Überdies, setzte der Engel hinzu, erdulde er solche Strafe schon, seit er gestorben sei und werde bis zum Jüngsten Tage leiden müssen und jeden Tag siebenmal so grausam gefoltert werden.
Da ja nun der Dasonide, der unser Zeitgenosse ist, den Heiligen Martin (von Tour, Begründer des ersten Mönchklosters in Gallien, der 371 zum Bischof ernannt wurde) nicht zu Gesicht bekommen hat, ist zum Verständnis ein Hinweis erforderlich, was der Engel mit dem Verkauf gemeint hat."
(Der Dasonide war nämlich rund 30 Jahre zuvor in eine Affäre verwickelt worden. Er hatte die von der Sippe der Bakariden aus der Kirche von Nortorf gestohlenen Gebeinsfragmente des Heiligen Martin für sechzehn Mark erwerben können und wollte von der Kirche für die Rückführung der Reliquie die Summe erstattet bekommen. Dadurch geriet er selber unter Verdach und sollte mittels einer Feuerfolterung seine Unschuld beweisen.)
"Aber als sie (der Dasonide und ein ebenfalls verdächtigter Mann namens Hubiko) bei uns (in Neumünster) am festgesetzten Tage erschienen, um in Gegenwart des Grafen ihre Unschuld durch ein solches Beweismittel zu erhärten, verschob der Graf auf Einspruch der Chorherren unseres Hauses das Gericht, wenn auch gegen seinen (Graf Adolf II.) Willen und später verlangte er es nicht mehr von ihnen, da irgendetwas dazwischenkam"(21) (bzw. der Graf während eines Fedzuges am 6. Juli 1164) "zum Tode getroffen"(22) (wurde).
Die gesammte aber dennoch in Kurzform gehalten Überlieferung lautet so:
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Gottschalk von Siloëum 1150 | Gottschalk Abt um 1138
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