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 GOTTSCHALK
Gottschalk von 800 -899
Gottschalk von 900 bis 999
Gottschalk von 1000 bis 1099
Gottschalk von 1100 bis 1199
Gottschalk von 1200 bis 1299
Gottschalk von 1300 bis 1399
Gottschalk von 1400 bis 1499
Gottschalk von 1500 bis 1599
Gottschalk von 1600 bis 1699
Gottschalk von 1700 bis 1799
Gottschalk von 1800 bis 1899
Gottschalk von 1900 bis 1999
 NAMENS-VARIANTEN
Gottschalg
Gottschalk
Gotschalck

GOTTSCHALK BISCHOF VON FREISING UM 980
 

Gottschalk, Bischof von Freising, lebt in der Zeit von 900 - 1000
taucht namentlich um 994 auf zu folgenden Anlässen:

Notzing ist ohne Zweifel eine altbajuwarische Gründung des 6, Jahrhunderts. Der Name stammt von dem ältesten, dem Gründer, der ,' Nozo" geheißen haben mag. Notzing bedeutet soviel wie "bei den Leuten, der Sippe des Nozo". Die erste Urkunde gibt es verhältnismäßig spät nämlich 994, als der Freisinger Bischof Gottschalk von dem Edlen Gerolt Liegenschaften zu Notzing gegen andere zu Biberbach tauscht. Zwischen 918 und 994 führt das Kloster Ebersberg als Zeugen einen Odalrih de Notzigun auf. Zeugen konnten damals nur "Freie" sein, also muß es sich hier um den Ortsadel handeln.

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Urkunde Ottos III. für Bischof Gottschalk von Freising, datiert auf 996 - November 1.
Kaiser Otto III. (980-1002, König 983, Kaiser 996) schenkt der Freisinger Kirche den Hof Neuhofen samt 30 weiteren benachbarten Königshufen "in der Gegend, die in der Volkssprache Ostarîchi heißt".

Die Urkunde kann man hier nachschauen, es ist leider urheberechtlich geschütz,

Deutsche Übersetzung (Anna M. Drabek):
Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit. Otto, durch Gottes vorherbestimmende Güte Kaiser (und) Augustus. All unsere eifrigen Getreuen, gegenwärtige und auch künftige, mögen wissen, daß wir, den würdigen Bitten unseres geliebtesten Vetters Heinrich, des Herzogs der Baiern, Folge leistend, gewisse Besitzungen unseres Rechtsanspruches in der Gegend, die in der Volkssprache Ostarrlchi heißt, in der Mark und Grafschaft des Grafen Heinrich, des Sohnes des Markgrafen Liutpald, in dem Ort, der Niuuanhova genannt wird, das heißt eben diesen Hof und 30 in seiner unmittelbaren Umgebung liegende königliche Hufen mit bebauten und unbebauten Ländereien, mit Wiesen, Weiden, Wäldern, Gebäuden, Gewässern und Wasserläuferl, mit Jagden, Bienenweiden, Fischwässern und Mühlen, mit beweglichen und unbeweglichen Gütern, mit Wegen und unwegsamem Gebiet, mit geforderten und zu fordernden Einkünften und Erträgen und mit allem, was nach Recht und Gesetz zu diesen Hufen gehört, dem Schoße der Freisinger Kirche, der jetzt unser Getreuer Gottschalk, der ehrwürdige Bischof vorsteht, zum Dienste der heiligen Maria und des heiligen Bekenners Christi und Bischofs Korbinian zu eigenem und ewigem Gebrauch überlassen und durch unsere kaiserliche Macht fest übergeben haben, und zwar so und auf solche Weise, daß die genannte Freisinger Kirche, ihr genannter Vorsteher Gottschalk und alle seine Nachfolger alles dieses in Hinkunft nach freiem Ermessen besitzen, eintauschen oder was immer sie wollen damit tun können.
Und damit der Kraft unserer Schenkung von allen Söhnen der heiligen Kirche Gottes stets fester und unerschüttlicher Glaube geschenkt werde, haben wir diese Urkunde zu schreiben befohlen und sie nach der Besiegelung mit unserem Siegel unten mit eigener Hand bekräftigt.
Handmal des Herrn Otto, des unbesiegbarsten Kaisers (und) Augustus.
(Ich), Hildibald, Bischof und Kanzler, habe anstelle des Erzbischofs Willigis rekognosziert.
Gegeben am 1. November im Jahre der Fleischwerdung des Herrn 996, in der 10. Indiktion, im 13. Regierungsjahr Ottos III. (als König) und im 1. seines Kaisertums; geschehen zu Bruchsal; mit Glück.

Von Peter Urbanitsch

Literatur: Druck: Monumenta Germaniae Historica. Diplomata regum et imperatorum Germaniae 2/2: Die Urkunden Ottos III., hg. Theodor Sicket (Hannover 1893) Nr. 232. Lit.: Heinrich Appelt, Zur diplomatischen Beurteilung der Ostarrîchi-Urkunde. In: Babenberger-Forschungen (= Jahrbuch für Landeskunde von Niederösterreich, N.F.42 [1976]) 1-8. Neudruck in: Ders., Kaisertum, Königtum, Landesherrschaft. Gesammelte studien zur mittelalterlichen Verfassungsgeschichte, hg. Othmar Hageneder und Herwig Weigl (= Mitteilungen des Instituts für österreichische Geschichtsforschung, Ergänzungsband 28, Wien 1988) 163-173; Ostarrîchi-Gedenkstätte Neuhofen/Ybbs, hg. Anna M. Drabek, Gottfried Stangler und Adam Wandruszka (Neuhofen 1980); Adam Wandruszka, Die Ostarrîchi-Urkunde (Graz 1981).
http://www.uni-klu.ac.at/kultdoku/kataloge/20/html/1672.htm

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Weiteres

Frauenneuharting, das zusammen mit den Orten Haus und Jakobneuharting Ende des 10. Jahrhunderts als Rodungssiedlung gegründet wurde, führte mit diesen den gemeinsamen Namen „riurutingin“, was so viel bedeutet wie „bei den Leuten in der neuen Rodung“. Erst im 16. Jahrhundert wurde daraus dann wegen des Marienpatroziniums der im Jahre 997 vom „miles“ Routpertus erbauten und durch Bischof Gottschalk von Freising geweihten Kirche der Name Frauenneuharting.




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